Silvester in Budapest. Wie schön muss so ein Feuerwerk über der Donau sein? Das waren die auslösenden Gedanken, die Inspiration für diese Reise.
Es ist schon wieder einige Zeit ins Land gegangen, bevor ich mich entschloss, meine Notizen entsprechend aufzuarbeiten und online zu stellen. Ich finde, es lohnt sich immer, einige Worte über Budapest zu verlieren und eine Reise „zwischen den Jahren“, um Silvester herum, hat ihren zusätzlich einen besonderen Charme.
Budapest ist im Allgemeinen eine sehr interessante Stadt. Es gibt vieles zu sehen, vieles zu entdecken. Es lohnt sich also, einmal die Hauptstadt Ungarns zu besuchen.
Eigentlich besteht Budapest aus zwei Städten: aus Buda und Pest, getrennt durch die Donau. 1873 wurden die beiden Orte zusammengelegt. Im Laufe der folgenden Jahre nannte man den Ort Budapest.
Budapest ist die größte Stadt Ungarns und hat eine sehr wechselvolle Geschichte. Sie ist ein beliebter Touristenhotspot Europas. Das Donauufer, das Burgviertel und die Andrássy-Straße gehören heute zum Weltkulturerbe der UNESCO. Weitere interessante Fakten finden sich auf https://de.wikipedia.org/wiki/Budapest
Anreise
Die Anreise gestaltet sich relativ einfach. Das Auto bietet sich als schnellste Verbindung an. Je nach Route, von Deutschland aus gesehen, sind Mautgebühren fällig. Ungarn, Slowakei und Tschechien rechnen ihre Straßennutzungsgebühren elektronisch ab. Am sichersten ist es, die Gebühren vor Antritt der Fahrt online (z.B. über https://www.hungary-vignette.eu/de) zu bezahlen.
Mautstellen sind in den drei genannten Ländern nicht ersichtlich. Es gibt kleine Hinweise auf Straßenschildern, die auf eine gebührenpflichtige Autobahn hinweisen. Um die Fahrzeuge identifizieren zu können, werden an speziellen technischen Brücken die Kennzeichen erfasst.
Hotel

Ich mietete mich im Intercity Hotel Budapest ein. Das Hotel liegt gegenüber dem Keleti-Bahnhof, einer der wichtigsten Bahnstationen der Stadt. Hier treffen Züge aus vielen Städten Europas ein (unter anderem aus München). Für Bahnreisende ist die genannte Unterkunft deshalb eine interessante Alternative.
Unter dem Intercity-Hotel befindet sich ein Parkhaus. Damit lässt sich das Parkplatzproblem elegant lösen. Der Weg zu den Höhepunkten der Stadt ist nicht weit entfernt. Es lässt sich vieles zu Fuß bewältigen, oder man nutzt die Metro.
https://www.booking.com/hotel/hu/intercityhotel-budapest.de.html
Metro/ Straßenbahn und Bus

Budapest hat ein sehr gut ausgebautes öffentliches Nahverkehrsnetz. Vom Hauptbahnhof (Keleti) aus empfiehlt es sich, die Metro in Richtung Innenstadt zu nutzen, wenn man nicht laufen möchte. Die Linie M2 bringt den Interessierten direkt ins Getümmel. Der Platz Déak Ferenc tér ist einer der Hauptknotenpunkte der Stadt.
Weitere interessante Informationen rund um den öffentlichen Nahverkehr in Budapest finden sich unter Link: https://linie5.com/metro-strassenbahn-budapest/
Sehenswürdigkeiten
Budapest hat vieles zu bieten. Es bieten sich lange Spaziergänge im Innenstadtbereich an. Routen entlang der Donau oder in der Natur um die Zitatelle oberhalb der Stadt. Bekannt sind neben den vielen Sehenswürdigkeiten die sensationellen Thermen, die Ruinenbars und vieles mehr.
Brücken über die Donau
Széchenyi-Kettenbrücke

Die Széchenyi-Kettenbrücke ist die älteste und bekannteste Brücke in Budapest. Sie ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Sie wurde 1839 bis 1849 gebaut und ist 375 Meter lang.
Freiheitsbrücke

Die Freiheitsbrücke, um 1896 gebaut, ist etwas kürzer als die Kettenbrücke. Sie war seinerzeit die zweite Brücke über die Donau in Budapest.
Markthallen
In Budapest finden sich einige sehenswerte Markthallen. Hier werden traditionelle Lebensmittel feilgeboten. Streetfood ist hier auch präsent. Ein Ausflug hierher lohnt sich.
Große Markthalle

Das Gebäude der großen Markthalle (wörtlich übersetzt zentrale Markthalle) erinnert an eine Balisilika mit einem Langhaus und zwei Querschiffen. Das imposante Marktzentrum wurde zwischen 1894 und 1897 aufgebaut.
Markthalle am Rákóczi-Platz

Die Markthalle, die auch Markthalle II genannt wird, wurde 1894 errichtet, 1897 erstmals eröffnet. Sie ist eine der größten Markthallen der Stadt und wurde ursprünglich so konzipiert, dass Pferdekutschen, um Waren anliefern zu können, in die Halle fahren konnten. In den seitlichen Nischen befanden sich seinerzeit Stützpunkte der Polizei und der medizinischen Hilfe. Der Keller wurde ursprünglich als Lager genutzt.
Burgviertel



Das Burgviertel ist eines der beliebtesten und größten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Neben kunstvoll gepflasterten Straßen, die sich durch die mittelalterlichen Gassen schlängeln, finden sich hier barocke Denkmäler, Statuen, der Königspalast und die Fischerbastei. Alleine hier kann man problemlos einen ganzen Tag verbringen.
Das Burgviertel lässt sich von der Kettenbrücke aus per Seilbahn erreichen. Der Weg zu Fuß nach oben steht aber auch frei.
Königspalast

Der Königspalast oder Burgpalast befindet sich am höchsten Punkt der Stadt. Hoch über der Donau trohnt das Bauwerk über dem Stadtteil Buda. Hier regierten einst die ungarischen Könige. Erste Erwähnungen um den Palast gehen zurück bis ins Jahr 1242.
Es folgte eine wechselhafte Geschichte im Laufe der Jahrhunderte. Auf wikipedia finden sich viele Informationen um das Bauwerk (https://de.wikipedia.org/wiki/Burgpalast).
Fischerbastei


Die Fischerbastei befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Königspalast. Erbaut wurde das wie ein Märchenschloss aussehende Gebäude zwischen 1895 und 1902. Der Name Fischerbastei deutet auf eine Fischergilde, die an diesem Abschnitt der alten Stadtmauer dafür zuständig war, für Sicherheit zu sorgen.
Citadella – Die Zitadelle


Die Zitadelle ist eine Festung auf dem Gellertberg Budapest. Sie ist heute Weltkulturerbe, wurde nach der Unabhängigkeitserklärung, der Trennung von Österreich-Ungarn, erbaut und sollte als militärische Kontrollburg dienen.
Burg Vajdahunyad


Im Stadtwald, in der Nähe des Ethnographischen Museums, befindet sich die Burg Vajdahunyad. Entstanden ist sie zwischen 1901 und 1907 im Rahmen einer Milleniumaustellung, die an die tausendjährige Landnahme unter Árpád erinnern sollte.
Orzágház – Parlamentsgebäude

Das Parlamentsgebäude, der Regierungssitz der ungarischen Führung, liegt direkt an der Donau. Das prunkvolle Gebäude wurde von 1885 bis 1904 errichtet. Es ist möglich, Führungen durch das Parlamentsgebäude zu erleben.
Magyar Allami Opernhaus

Die Staatsoper ist das größte Opernhaus Ungarns. Sie gilt als eine der schönsten Opernhäuser der Welt. Das Haus ist reich geschmückt mit Ornamenten, Statuen, Bildern ..
Szent István Basilika


Die St. Stephans Basilika befindest sich im Stadtteil Pest auf dem Stephansplatz. Sie ist die größte Kirche der Stadt und Konkathedrale des römisch-katholischen Erzbistums Esztergom-Budapest.
Felsenkirche


Am Fuße des Gellértberges, unterhalb der Zitadelle, befindet sich die Felsenkirche. Sie ist im Besitz des Paulinerordens. Die Kirche selbst erstreckt sich in einer natürlichen Höhle des Felsen mit einem kleinen Anbau an der vorderen Seite. Der Blick aus den Fenstern des Anbaus schweift über die Freiheitsbrücke. Für einen kleinen Preis lässt sich die Kirche im Inneren bewundern. Audioführer (Kopfhörersystem) gibt viele Einblicke in die Geschichte dieser Kirche.
Ungarisches Ethnographisches Museum


Das ungarische Ethnographische Museum ist eines der größten Europas. Es beinhaltet unzählige Exponate internationaler und ungarischer Herkunft.
Der imposante Bau, in dem das Museum untergebracht ist, wurde 2022 eröffnet. Für mich sieht es nach einem riesigen geöffneten Buch aus. Auf beiden Seinen der „Buchseiten“ kann man hinauflaufen und den Blick in die Ferne richten.
Hösök tere – großer Heldenplatz



Der Heldenplatz befindet sich unweit des Ethnographischen Museums. Der Platz mit seinem Milleniummahnmal gehört zum Weltkulturerbe. Seitlich, auf der rechten Seite des Platzes befindet sich die Kunsthalle, auf der linken Seite das Museum der schönen Künste.
Jahreswechsel an der Donau




Der Jahreswechsel an der Donau hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Sucht man sich einen übersichtlichen Platz aus, kann man das Feuerwerk über der Donau beobachten, den hellerleuchteten Regierungssitz vor Augen. Straßenbahnen mit festlicher Verzierung fahren vorbei, Schiffe treiben auf der Donau und lassen deren Fahrgästen den Start ins neue Jahr zu einem Erlebnis werden.
Ruinenkneipen

Bis Mitternacht und darüber hinaus empfiehlt sich ein Besuch in den Ruinenkneipen von Budapest. Am besten, man lässt sich auf eine Kneipentour ein: Da wären Szimbla Kert, Extra, Instant-Fogas Komplex, Csendes Létterem zu erwähnen.
Thermen zum Entspannen

Bekannt ist die Stadt auch für ihre Thermen und Saunen. Sie gelten als Geheimtipp unter den Touristen, die Budapest besuchen. Das Széchneyi-Heilbad möchte ich hier stellvertretend erwähnen. Es bietet auch für den Neujahrstag wohlige Wärme und Entspannung an.
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Es lassen sich noch viele weitere Dinge in der Stadt entdecken. Von Statuen, die hier und da aus dem nichts erscheinen (zum Beispiel sitzt unterhalb der Felsenkirche an der Donau eine einsame Figur) über ganz alltägliche Dinge – Einkaufsmöglichkeiten – ist alles erlebbar. Budapest ist und bleibt eine Reise wert.