Venedig wird von einer gigantischen Welle überschwemmt – eine Katastrophe nicht nur für die Stadt und ihr kulturelles Erbe, sondern auch für Guido Malegatti und seine Tochter Léa, die sich in Anbetracht der drohenden Flut über ihre gegensätzlichen Ideale entzweit haben ..
Eine hochaktuelle, fesselnde Geschichte, für die erneut zutrifft, was der LITERATUR SPIEGEL über Isabelle Autissiers Bestseller „Herz auf Eis“ schrieb: „Ein spannendes Experiment mit moralischem Anspruch, ohne moralisch zu sein. Am Ende treibt den Leser vor allem eine Frage um: Wie würde ich mich verhalten?“ (Klappentext)
Das Buch dreht sich um die Aktualität der Zeit. Auf einer Seite steht das Verlangen, durch Tourismus die Stadtkassen zu füllen. Das Verlangen steigt und steigt, die Kassen füllen sich, Kreuzfahrtschiffe legen an. Trotzdem ist natürlich auch den Verantwortlichen klar, dass Venedig, die Lagune, in der die Stadt liegt, dadurch gefährdet ist. Also ruft man das Programm MOSE ( wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Modulo_Sperimentale_Elettromeccanico) ins Leben. Dabei handelt es sich um eine gigantische Sperre, die Venedig vor Flutkatastrophen schützen soll.
Auf der anderen Seite stehen Umweltaktivisten. Sie weisen immer wieder darauf hin, dass es so nicht weitergeht. Die Stadt ist dem Untergang geweiht, da wird auch MOSE nicht helfen können. Ihre Befürchtungen laufen außerdem darauf hinaus, selbst wenn das Sperrwerk aktiv helfen sollte, wird der Zeitpunkt kommen, an dem die Mauern dauerhaft oben bleiben müssen. Was dann?
Um den Text herum spricht die Flut, die Venedig zerstörte, ihre eigene Sprache.
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Das Buch selbst zieht den Leser weder auf die eine, noch auf die andere Seite. Es zeigt, macht den Leser zum Beobachter. Die Fragen, die sich am Ende auftun, muss jeder für sich beantworten. Ist das Einstehen für Umweltschutz zu brutal? Kann man vielleicht doch einiges ändern?
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- ISBN: 978 3 69094 008 5
- Verlag: Mare
- Aus dem Französischen von Kirsten Gleinig